www.haushalt-aktiv.at

Was tun bei Verdacht auf eine Allergie?

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf einen an sich harmlosen Stoff, als ob dieser ein Krankheitserreger wäre. Prinzipiell kann alles in unserer Umgebung zum Auslöser einer Allergie werden - vom Apfel bis zur Zwiebel, von der Katze bis zum T-Shirt.

Am häufigsten sind Unverträglichkeitsreaktionen auf Blütenpollen, Hausstaub und Tierhaare zu verzeichnen. Rund 16 Prozent der Österreicher leiden beispielsweise an Heuschnupfen.

Verschiedene Allergietypen

In der Medizin wird zwischen mehreren Allergieformen unterschieden. Bei Allergien mit Sofort-Reaktionen treten die Beschwerden wie Atemnot, Niesen oder Augenrötung meist wenige Minuten nach dem Kontakt auf.

Im Gegensatz dazu tritt ein allergisches Kontaktekzem in der Regel erst ein bis drei Tage nach dem Hautkontakt mit dem Allergen auf, ein klarer Fall von Spät-Reaktion. Bei Kontaktallergien rötet sich die Haut, schwillt an, nässt und bildet Wasserbläschen. Wird der allergieauslösende Stoff gemieden, verschwinden die Beschwerden. Vorbeugung steht daher für Allergiker an erster Stelle. Wichtig ist, das auslösende Allergen genau zu identifizieren, um so weiteren Kontakt mit ihm vermeiden zu können. Für die Klärung des Allergietyps und Bestätigung der Ursache sollte ein Facharzt aufgesucht werden.

Wasch- und Reinigungsmittel: Sicher und verträglich

Eine allergische Reaktion hängt nicht nur von der Art des Stoffes und dessen Vorkommen ab. Kontakthäufigkeit, Dauer und Intensität spielen ebenfalls eine Rolle. Wasch- und Reinigungsmittel werden mit viel Wasser abgespült, es bleiben so gut wie keine Stoffmengen auf der Haut oder der Kleidung zurück beziehungsweise liegen diese weit unter dem Schwellenwert, der zum Auftreten einer Allergie führen würde. Erst wenn die Stoff-Konzentration höher ist, etwa bei direktem Hautkontakt mit unverdünntem Reinigungsmittel, können sich allergische Symptome ausbilden. Um den Anwender vor eventuellen allergischen Reaktionen bei direktem Kontakt mit dem Produkt zu warnen, sind seit August 2002 alle Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln, die nach EU-Gesetzgebung als sensibilisierend eingestuft wurden, ab einer Konzentration von mehr als 0,1% auf der Produktverpackung entsprechend gekennzeichnet.

 



Tipps für Konsumenten

Ärztliche Abklärung statt Selbstdiagnose
Nur ein Facharzt kann abklären, ob Ihre Hautreizung eine Kontaktallergie und welche Substanz der Allergieauslöser ist. Wichtig ist, dass der Arzt über alle verwendeten Produkte, Essgewohnheiten, Aktivitäten, ja auch über Bekleidung Bescheid weiß.

Allergietest sorgt für Gewissheit
Beim sogenannten Pflastertest werden spezielle Pflaster mit Testsubstanzen bestrichen und auf den Rücken der Patienten geklebt. Nach wenigen Tagen ist eine Reaktion bei jenen Stoffen sichtbar, die die Allergie auslösen. Der Befund wird in Ihren Allergieausweis eingetragen.

Mit Allergien richtig umgehen
Die wichtigste Regel für Allergiker lautet: Kontakt mit den entsprechenden Allergenen konsequent vermeiden. Mit Ihrem Allergieausweis kein Problem.

 

Weitere Infos

Downloads

Infofolder